10.06.2016 in Topartikel Jugend

Besuch einer Schülergruppe im Abgeordnetenhaus

 

Gestern hatte ich im Abgeordnetenhaus eine Schülergruppe der Fichtenberg Oberschule zu Gast. In einer Führung durchs Haus konnten die Schülerinnen und Schüler etwas über die Geschichte des Gebäudes und über diejenigen Persönlichkeiten hören, die ihr politisches Leben hier verbracht oder gestartet haben. Anschließend duften sie auf der Zuschauertribüne des Plenarsaals Platz nehmen und der Aktuellen Stunde des Parlaments folgen.

Danach habe ich mit den Schülern eine persönliche Fragestunde veranstaltet. Eine Stunde lang durfte jede Frage gestellt werden, die den Jugendlichen in den Sinn kam.
 
Natürlich stand zunächst die Frage nach dem Stand der Schulsanierungen auf der Tagesordnung. Die Fichtenberg Oberschule ist vom Sanierungsstau selbst deutlich betroffen. Dass das die Schüler interessiert, war zu erwarten. Ich erklärte auf die Frage, warum denn zunächst eine andere Schule Mittel erhalten hat, dass der Bezirk – im Detail die Bezirksverordnetenversammlung – die Priorität anders gesehen hat. Dass dies nicht aufgrund persönlicher Präferenzen gefällt worden ist, sondern rationale Argumente zu diesem Ergebnis geführt haben. Daran schloss sich auch die Frage an, weshalb die Bauarbeiten an der Fichtenberg Oberschule och nicht begonnen haben. Im Bezirk arbeiten verschiedene Ämter zusammen. Da müssen dasjenige Bezirksamt, das für Schulangelegenheiten zuständig ist, mit demjenigen Amt, das sich für Bauangelegenheiten verantwortlich zeichnet, zusammenarbeiten. Hinzu kommt stets die Verwaltung, die das Geld verteilen muss und eine Ausschreibung, zu der uns Gesetze verpflichten. Das alles benötigt Zeit. Aber gerade für die Sanierung der Fichtenberg Oberschule – die auch ich früher besucht habe – kann ich sagen, dass es hier vorangeht.
 
Ein weiteres Thema war die Unterbringung und Integration der Flüchtlinge in Berlin. Wann sind die Turnhallen wieder frei und wäre es nicht viel besser, wenn Geflüchtete sofort arbeiten könnten, sobald sie hier ankommen? Das wollten die Schüler wissen.
Ich erläuterte, wie der Plan zum Freizug der Turnhallen vorangeht und das dies auf der Agenda des Senats weit oben steht. Der Sport – ob Leistungs- oder Schulsport – hat eine wichtige Funktion für Gesundheitsvorsorge und Bildung. Daher sollen bis zum Schulstart im September möglichst viele Sporthallen wieder zur Verfügung stehen.
Dass der Zugang zum Arbeitsmarkt eine integrative Kraft hat, wissen auch wir in der Politik. Die SPD hat die Frist für den Einstieg in den Arbeitsmarkt daher auch verkürzt. Dennoch bleiben Herausforderungen. Berlin hat zwar die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung, dennoch suchen immer noch viele Berlinerinnen und Berliner einen Job. Nicht selten liegt das an einer fehlenden Ausbildung. Dieses Argument gilt auch für Teile der Geflüchteten, die dazu meistens noch kein Deutsch sprechen. Für viele Arbeitsplätze aber, wäre das eine Voraussetzung. An dieser Stelle müssen wir also erstmal dafür sorgen, dass Männer, Frauen und Kinder unsere Sprache lernen können.
 
Die amüsanteste Frage kam gegen Ende: Ist der Beruf des Politikers eigentlich empfehlenswert?
Ich denke, dass das Politikersein eher eine Berufung ist, denn ein eigenständiger Beruf. Erfahrungen aus meinem Berufsleben mit ins Parlament gebracht zu haben, hat mir sehr geholfen. Nach dem Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus hoffe ich Erfahrungen aus der Politik in mein Berufsleben mitnehmen zu können.
Wichtig ist es, dass jeder Mensch herausfindet, was er gut kann und was ihm Spaß macht. Im besten Fall findet man so einen Beruf, den man sein Leben lang mit Freude ausführen möchte.
Ich hoffe viele Menschen engagieren sich in demokratischen Strukturen. Das dient dem Allgemeinwohl und unserer Gesellschaft. Ich freue mich deshalb sehr, dass junge Leute sich für die politischen Vorgänge interessieren. Das ist ein gutes Zeichen für die Zukunft und die Demokratie.
 
Herzliche Grüße,
Ihr Andreas Kugler
 

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