25.07.2016 in Topartikel Verkehr

Fahrradparken mit Strategie

 

 

 

Die Verbesserung des Fahrradverkehrs in unserer Stadt habe nicht nur ich mir auf die Agenda geschrieben, sondern auch der Senat. Neben klimatischen und gesundheitlichen Vorteilen, würde das auch platztechnisch etwas bewegen in Berlin.

Wenn einige Einwohnerinnen und Einwohner auf das Rad umsteigen - zumindest für einige Wege des täglichen Lebens - sind auf den Straßen auch weniger Autos und vermutlich weniger Staus.

Dass Investitionen notwendig sind, darüber ist sich der Senat auch mit den Leuten vom Fahrrad-Volksentscheid einig. Die Aufnahme einiger Impulse der Aktivisten, gehört auch zu einer lebendigen Demokratie dazu und ich begrüße das.

Wenn nun mehr Fahrräder in der Stadt unterwegs sind, muss dafür gesorgt sein, dass diese auch abgestellt werden können. Möglichst sicher.

Der neue Vertrag mit dem Leihfahrrad-Anbieter Nextbike ist ein Schritt, das Aufstellen von mehr Fahrradparkplätzen ein weiterer.

Ab Frühjahr 2017 startet das öffentliche Fahrradverleihsystem mit dann über 5.000 Rädern an 700 Stationen über die Stadt verteilt. Damit ist es das größte Verleihsystem Deutschlands. Für das spontane Radeln, eine Stau-Umfahrung oder das Rad zum Zug für Touristen ist das eine hervorragende Lösung.

Für die (potentiellen) Vielradler mit eignem Rad ist aber wichtig, dass sie ihr Fahrrad auch an ihrem Zielort abstellen können. Schon jetzt liegt der Bedarf an Fahrradparkplätzen höher als das Angebot hergibt. S- und U-Bahnhöfe sind dabei besonders oft genutzte Standorte. Seit 2007 gibt es das Programm "Bike + Ride", mit dem BVG und S-Bahn  mithilfe von Fördermitteln des Landes Parkbügel aufstellen können. 30.000 sind es aktuell, 60.000 sollen es in den nächsten Jahren werden. Eine sinnvolle Verstärkung.

Dennoch muss in Anbetracht der vielen Fahrraddiebstähle auch über Abstellmöglichkeiten nachgedacht werden, die ein höheres Maß an Sicherheit bieten. Das erreichen wir entweder durch soziale Kontrolle: einsehbare Orte, die nicht im dunkeln und einsam um die Ecke liegen. Oder durch abschließbare Fahrradparkhäuser oder Radstationen. Diese wären gegen eine Gebühr zu nutzen, sind vielleicht nicht für jeden interessant, vermutlich aber für Besitzer von hochpreisigen Fahrrädern. Mit Pilotprojekten soll getestet werden, ob solche Angebote angenommen werden. In Steglitz-Zehlendorf z.B. S-Bahnhof Zehlendorf.

Für den S-Bahnhof Botanischer Garten würde ich mir das auch wünschen. Hier gibt es definitiv zu wenig Stellplätze, sodass dafür die Brücke genutzt wird, auf der das eigentlich untersagt ist.

Die Errichtung von Schließanlagen kostet natürlich auch Geld. In der Hansestadt Hamburg hat der SPD-geführte Senat beschlossen rund 30 Millionen Euro bis 2020 zu investieren um zusätzlich 12.000 Stellplätze zu schaffen, darunter auch solche Schließanlagen.

Wenn die Pilotprojekte der Fahrradschließanlagen sich bewähren, dann sollten auch wir in Berlin diese Angebote erheblich ausbauen.

Um Abstellplätze in ausreichender Zahl bereitzustellen, sind auch doppelstöckige Anlagen eine gute Lösung: viel Stellfläche auf wenig Grund. Anfang des Jahres wurde eine solche am S-Bahnhof Pankow eingeweiht. Rund 300 Plätze gibt es dort und in der Testphase ist das System gut angenommen worden.

Ich bin überzeugt, dass die Frage der Abstellplätze ein Baustein bei der Entscheidung sind mit dem Rad oder dem Auto zu fahren. Deshalb müssen wir insoweit jetzt ordentlich in die Pedale treten!

 

Ihr Andreas Kugler

 

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30.07.2016, 12:00 Uhr - 16:00 Uhr Nachbarschaftsfest der Abteilung Steglitz der Berliner SPD

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